Research

I have published in academic journals and edited volumes on a variety of themes in the history, theory, and aesthetics of music, including Arnold Schoenberg as a musical thinker, cognitive metaphors in Jean-Philippe Rameau’s theory of harmony (here), Franz Brendel’s Hegelian music historiography (here), and music aesthetics and  ideology in the work of composers and musicologists of Jewish descent who moved to East Germany after WWII such as Georg Knepler (here) and Ernst Hermann Meyer (here).

My monograph, Orakelnde Musik: Schönberg, der Fortschritt und die Avantgarde is a critical study of avant-garde notions of musical progress. Focusing on Arnold Schoenberg and the Second Viennese School, I examine in it the history of the idea of progress in western musical thinking and analyses the musical and cultural circumstances that made Schoenberg’s notion of progress so influential among twentieth-century composers and musical thinkers, in particular Theodor W. Adorno. My discussion shows how Schoenberg’s work – both as a composer and as a theorist – played a crucial role in making historical considerations a primary source of aesthetic values. This shift, I argue, had an impact on the way avant-garde composers and critics conceptualized their musical pasts as well as the prospects they sought in the future.

Published by Bärenreiter, the book is currently available only in German (here), but an English version is already in planning. Below are the publisher’s blurb and excerpts from reviews.

OrakelndeMusik

Golan Gur, Orakelnde Musik. Schönberg, der Fortschritt und die Avantgarde. Kassel et al.: Bärenreiter, 2013

Im 20. Jahrhundert haben sich viele Komponisten dem Fortschrittsgedanken angeschlossen: Soll Musik wie die Kunst im Allgemeinen ihre kulturelle Bedeutung und Wichtigkeit bewahren, muss sie offenbar Schritt halten mit grundlegenden Entwicklungen der modernen Zivilisation, insbesondere in Wissenschaft und Technik. Worin aber besteht das Verhältnis der Musik zum allgemeinen sozialen Fortschritt? Wann und warum begannen Komponisten, über den Fortschritt in der Kunst nachzudenken? Und sind entsprechende gedankliche Modelle heute, im Gefolge postmoderner Philosophie, noch zu rechtfertigen?

Das Buch widmet sich diesem Fragenkomplex und befasst sich in einer ausgedehnten Fallstudie mit Arnold Schönbergs Auffassung vom Fortschritt in der Musik und der damit verbundenen Rezeptionsgeschichte. Zudem werden die geistigen Quellen dieser Idee in den Theorien des historischen Determinismus untersucht (der das 19. und frühe 20. Jahrhundert prägte): und zwar in seiner Rolle als ideologisches Konstrukt für ein modernes Musikverständnis.

Press reviews (Rezensionen):

“Indem er seine ebenso klugen wie umsichtigen Darlegungen mit der gleichwertigen Untersuchung zustimmender und kritischer Positionen verschränkt, wirbt der Autor letzten Endes für ein aktuelles «pluralistisches Konzept der musikalischen Moderne», das der Realität viel eher entspricht als die Einseitigkeit und historische Uninformiertheit manch heute geführter ästhetischer Debatte.”

Stefan Drees, Neue Zeitschrift für Musik (vollständige Fassung hier)

“Es geht in diesem Buch um Stile und Kompositions­sys­teme, um Mu­sik als Kunst und Welta­n­schauung zwischen Gefühlsästhetik und intellektueller Konstruktion,  um Tona­lität und Atonalität, Tra­dition und Avant­garde, Kulturpessimismus und Fortschrittsglauben. Golan Gur holt weit aus. Er breitet ein umfassendes histori­sches Panorama unter­schiedlichster Fortschrittskonzepte in Sachen Musik aus, philo­sophisch wie musiktheoretisch, zwischen Ars Nova, Rousseau, Beethoven und Darmstädter Schule. Das Buch ist ein Abriss des Ge­schichtsbewusstseins und des Fortschrittsbegriffs im musikalischen Denken. […]. Eine imposante Arbeit, nicht geschrieben zur Lektüre für je­dermann, aber mit großem Gewinn zu lesen von den Gebildeten unter den Musikliebhabern !”

–  “Musikjournal”, Deutschlandfunk, 18/03/14

“Musikwissenschaftler, die sich für die Ästhetik und Historiographie des 19. und frühen 20. Jahrhunderts interessieren, können sich in „Orakelnde Musik“ über die kritische Besprechung vieler Quellen freuen. Auch über die Grenzen der Musikwissenschaft hinaus ist dieses Buch erkenntnisreich für jeden, der sich mit der Fortschrittsidee und ihren Ausprägungen im Laufe der abendländischen Geschichte beschäftigen möchte.”

– Julia Zupancic, “Musik – Wohin?”, Blog, vollständige Fassung hier)